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Projektbeschreibung

In Deutschland bekommen Kinder mit Krebserkrankungen und ihre Familien aktuell keine professionelle Beratung über den Umgang mit Komplementärmedizin in ihren kinderonkologischen Behandlungszentren. Trotz der langen stationären Aufenthalten in den behandelnden kinderonkologischen Zentren nehmen sie oft noch zusätzliche Termine in teils sogar unseriösen Sprechstunden für Komplementärmedizin auf sich mit weiten Anfahrtswegen, langen Wartezeiten und hohen Kosten. Der Grund dafür liegt darin, dass in den behandelnden meist universitäreren Kliniken die notwendigen Sprechstunden und insbesondere die nötigen Kenntnisse für eine fundierte Beratung zur Komplementärmedizin fehlen. 

Durch Umsetzung des vorliegenden Projektvorhabens, den Aufbau von Beratungssprechstunden für Komplementärmedizin und insbesondere für Anthroposophische Medizin bei Kindern mit Krebserkrankungen vor Ort in fünf kinderonkologischen Zentren im Rhein-Ruhrgebiet  (entspricht über 30 % aller Kindern mit Krebserkrankungen Deutschlands) und einer telefonischen Beratungsmöglichkeit für die restlichen betroffenen Familien Deutschlands, erstreben die Antragssteller eine Verbesserung der Versorgungssituation für betroffene Kinder und deren Familien.

 

Durch eine Bereitstellung wissenschaftsbasierter Informationen über diese Therapien, intensive Schulungen des involvierten medizinischen Personals und eine wissenschaftliche Auswertung des Projekts soll eine Verbesserung der Versorgungslage im Hinblick auf Komplementärmedizin in der Behandlung von Kindern mit Krebserkrankungen erreicht werden und auf die Bedürfnisse der Familien nach einer ganzheitlicheren Behandlung eingegangen werden. Die fundierte wissenschaftliche Evaluation des Modell-Projekts dient zudem dazu, die Beratung in den Regelbetrieb von großen universitären Kliniken aufzunehmen und Empfehlungen für den Aufbau von ähnlichen Beratungsnetzwerken in weiteren Teilen Deutschlands aussprechen zu können.

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2021 wurde das Projekt von drei Stiftungen positiv bewertet inklusive finanziellen Zusagen, sodass Ende 2021 mit der Umsetzung des Projektes begonnen werden konnte.

Zur Umsetzung dieses Projektvorhabens ist ein Förderzeitraum von fünf Jahren vorgesehen, da der Aufbau der Versorgungsstruktur in den beteiligten großen Zentren und die wissenschaftliche Aufarbeitung der von Patienten erfragten komplementärmedizinischen Therapien mit viel Aufwand verbunden ist. Zudem sollen möglichst viele Patienten und Familien direkt beraten werden. 

Aktueller Stand

Ende 2021

Die Umsetzung des Projektes hat gestartet. Zu Beginn wird ein Projekt-Team aufgestellt. Rebecca Büttner, ärztliche Mitarbeiterin, und Daniela Reis, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, erstellen einen ersten Entwurf des Ethikantrages und Fragbögen. Zudem wird die Projekt-Homepage durch Prof. Dr. med. Zuzak mit ersten Informationen über das Projekt in schriftlicher Form sowie als Video-Einspieler aufgebaut.

1. Hälfte 2023

Die Baseline Befragungen des medizinischen Personals sind in Herdecke, Datteln sowie Dortmund abgeschlossen. Nun beginnt die Baseline Erhebung am Universitätsklinikum in Essen. Darüber hinaus arbeitet das Team an einer Videoproduktion des Projektes für die Homepage des Gemeinschafts-krankenhaus Herdecke.

1. Hälfte 2022

Lara Nowak wird als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin eingestellt. Sie koordiniert die wissenschaftliche Umsetzung des Projekts. Mit Hilfe der Erfahrungen von Dr. rer. medic. Heidemarie Haller, Wissenschaftlerin an der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin in Essen, wird die Implementierung des Projektes finalisiert. 

2. Hälfte 2023

Die Ausarbeitung einer ersten Publikation über das SiKOM-Projekt sind im vollgen Gange. Darüber hinaus ist die Baseline Erhebung am Universitätsklinikum Essen abgeschlossen. In vier Studienzentren wurde der Fragebogen von 72 Teilnehmenden vollständig ausgefüllt und an das Projekt-Team zurückgegeben.  

2. Hälfte 2022

Unser Ethikantrag für das Gemeinschafts-krankenhaus Herdecke wird angenommen, sodass wir eine Erweiterung unseres Vorhabens auf das Klinikum Dortmund sowie die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln erreichen. Zudem beginnen wir mit unserer Befragungen und generieren die ersten Learnings.

Frühling 2024

Das Projekt-Team wird durch das neue Mitglied, Simon Sommer, erweitert. Dieser wird als ärztlicher Mitarbeiter im Rahmen der Patient:innenberatung unterstützen. Außerdem bringt er technisches Know-how für die Erstellung des visuellen Informationsmaterials mit. 

Im Verlauf konzentriert sich das SiKOM-Team nun auf die qualitativen Interviews, die in allen teilnehmenden Zentren mit beiden Interessengruppe durchgeführt werden.

Sommer 2024

Die Interventionsphase startet an den teilnehmenden Kliniken. Familien mit einem an Krebs erkrankten Kind können nun individuelle Beratungsgespräche direkt am Patientenbett in Anspruch nehmen. 

2025

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Herbst 2024

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Winter 2024

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